In der Wissenschaft Sketchnotes zeichnen

In der Wissenschaft Sketchnotes zeichnen

In der Wissenschaft Sketchnotes zeichnen

 

In diesem Blogbeitrag geht es um die Frage, wozu es gut sein könnte, in der Wissenschaft Sketchnotes zu zeichnen. Außerdem bekommst Du von mir drei Sofort-Tipps, damit Du schnell mit Sketchnotes starten kannst.

 

Was sind Sketchnotes?

Sketchnotes, visuelle Notizen, Sketchnotes-Workshop, Sketchnotes for Business, stilaufganzerlinie, Sketchnotes lernen, Sketchnotes Seminarreise, Sketchnotes-Workshop Bremen, Sketchnotes Bremen, Sketchnotes-Seminar Bremen, Sketchnotes-Workshop inhouse, Sketchnotes-Workshop in BremenSketchnotes sind visuelle Notizen, die aus einer Kombination aus Bild und Text bestehen und dabei helfen können, mehr von dem zu erinnern, was man sich notiert hat. Mehr über Sketchnotes erfährst Du in meinem Blogartikel „Was sind Sketchnotes?“.

In der Regel zeichnet man Sketchnotes für sich selbst. Meiner Meinung nach beschränkt sich der Einsatz von Sketchnotes nicht allein auf den eigenen Nutzen. Vielmehr können sie auch dann eingesetzt werden, wenn es darum geht, etwas für andere zu visualisieren. So wie am Flipchart zum Beispiel.

Daher eröffnen sich aus meiner Sicht auch einige Bereiche im wissenschaftlichen Kontext, in denen diese Form von Visualisierungen sinnvoll angewandt werden kann.

 

Wozu?

Wozu können Sketchnotes in der Wissenschaft dienen? Beispiele für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten gibt es viele. Drei Punkte möchte ich näher beleuchten.

 

  1. Vermitteln von Wissen

Das Vermitteln von Wissen ist eine Möglichkeit für den Einsatz von Sketchnotes in der Wissenschaft.

Wer im akademischen Mittelbau arbeitet oder eine Professur inne hat, wird regelmäßig lehren und in Vorlesungen, Seminaren oder Arbeitsgemeinschaften den Lehrstoff an die Studierenden vermitteln. Im Rahmen der Lehrveranstaltungen eignen sich PowerPoint Präsentationen sehr gut, um Bilder einzubauen.

Gleiches gilt für Vorträge oder Redebeiträge auf Konferenzen. Hier kannst Du ebenfalls mit einer Präsentation mit visuellen Elementen arbeiten. Falls Du nicht selbst Rednerin oder Redner bist, sind Konferenzen und Vorträge eine gute Gelegenheit, um selbst Sketchnotes zu zeichnen.

 

  1. Vorstellung in der Peer Group

Sketchnotes sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, sich in der Peer Group vorzustellen.

Dabei ist Deine Vorstellung nicht allein auf Deinen Werdegang beschränkt. Du kannst auch Dein Forschungsgebiet oder die Inhalte Deiner Publikationen in Form einer Sketchnote darstellen. Was Du visualisierst hängt davon ab, wo Du Dich vorstellst, wem Du Dich vorstellst und was für die Personen interessant sein könnte.

Falls Du nebenberuflich selbständig bist und eine eigene Webseite hast oder auf Social Media aktiv bist, kannst Du dort auf diese Weise Dich und Deine Tätigkeit vorstellen.

 

  1. Durchdenken des Inhalts auf andere Weise

Sketchnotes können Dir aber auch helfen, wenn Du Dir selbst neue Inhalt erarbeiten willst. Durch das Visualisieren (müssen) musst Du Dich auf eine völlig andere Art und Weise mit dem Inhalt auseinandersetzen. Was ist anders?

Das Herausfiltern der Kerninformationen ist eine wesentliche Leistung für das Erstellen wissenschaftlicher Sketchnotes. Die Informationen, die so wichtig sind, um das Ganze zu verstehen, sollten in der Visualisierung auch auftauchen. Die Entscheidung, was als Text und was als Bild visualisiert werden soll, musst Du ebenfalls treffen. Aber auch die Frage, welche Struktur bzw. welches Layout für die Darstellung der Inhalte passend ist, stellt sich beim Zeichnen von Sketchnotes.

 

Wann nicht?

Es kann durchaus sein, dass Sketchnotes nicht das passende Mittel zur Darstellung Deiner Inhalte ist. Nur, wann ist es weniger ratsam, in der Wissenschaft Sketchnotes zu zeichnen? Nun ja, das kommt ganz drauf an.

 

Inhaltlich nicht passend

Ein Grund könnte sein, dass es inhaltlich nicht gut passt. Als Grund fällt mir zum Beispiel die absolut präzise Darstellung von detaillierten Zahlen und Daten ein, bei denen es auch auf die korrekte Darstellung von Größenverhältnissen ankommt. Hier würde ich eher zu computergenerierten Darstellungen greifen, die genau das abbilden können.

 

Konservative Disziplinen und Universitäten

Manche Fächer, genauso auch manche Universitäten sind eher konservativ. Wer an die Rechtswissenschaften denkt, mag an eine eher konservative Wissenschaftsdisziplin denken. Dem kann ich nur zum Teil zustimmen. Denn auch die Rechtswissenschaft sowie die Anwaltschaft wandeln sich. Moderne Tendenzen sind erkennbar. Wenngleich es in anderen Disziplinen deutlich lockerer sein mag.

Genauso verhält es sich mit den Universitäten oder Hochschulen. Meine Zeit als WiMi an der Uni Bremen habe ich als sehr angenehm empfunden. Was seinerzeit ganz klar auch an den Menschen dort gelegen hat. Mir wurde die Möglichkeit gegeben, eigene Forschung zu betreiben, die nicht die klassischen rechtswissenschaftlichen Probleme wälzt. Vielmehr habe ich die Möglichkeit bekommen, eine Doktorarbeit zu schreiben, in denen ich die Bereiche Recht und Visualisierung miteinander verknüpfen kann.

Dennoch gibt es Universitäten, Institute und Lehrstühle, die streng hierarchisch oder in anderweitigen starren Konzepten verhaftet sind. Hier wird es vielleicht weniger einfach sein, neue Konzepte vorzustellen oder zu etablieren. Und wer sagt, dass es so bleiben muss?

 

Neue Wege

Es gibt ein schönes Zitat: Neue Wege entstehen, indem wir sie gehen.

Und wenn’s am Anfang nur kleine Schritte sind. Die Welt wandelt sich und mit ihr die Art und Weise, wie Wissen gelehrt und rezipiert wird. Die Zeit, in der in Vorlesungen nur vorgelesen wurde, waren andere. Die Vorlesung stammt aus einer Zeit, in der Bücher noch nicht gedruckt wurden und den Studenten vorgelesen wurde. Soweit ich das beurteilen kann, sind die Zeiten ohne Buchdruck vorbei. Nur scheint sich diese Form der Vorlesung hartnäckig zu halten.

Dabei ist mittlerweile erwiesen, dass Wissen besser durch die Aktivierung verschiedener Wahrnehmungskanäle aufgenommen werden kann. Und dazu gehört auch der visuelle Kanal.

Ob Du diesen neuen Weg für Dich gehen magst, bleibt Deine Entscheidung. Du wirst am besten beurteilen können, ob Deine Wissenschaft Sketchnotes willkommen heißt.

Übrigens, neue Wege geht und in der Wissenschaft Sketchnotes nutzt Prof. Dr. Katharina Theis-Bröhl. Hier geht es zu ihrem Twitter-Account.

 

3 Sofort-Tipps

Damit Du ein paar Ideen bekommst, um Sketchnotes in Deine wissenschaftliche Arbeit zu integrieren, habe ich drei Sofort-Tipps für Dich.

  1. Nutze Pfeile, Rahmen und Aufzählungszeichen für mehr Übersichtlichkeit.
  2. Füge ein Bild, das zu Deinen Inhalten passt (Symbole, Sketchnotes, gerne auch selbstgezeichnet), in Deine nächste PowerPoint Präsentation ein. So kannst Du mit visuellen Ankern arbeiten und ausprobieren, wie das Publikum darauf reagiert.
  3. Starte beim Visualisieren wissenschaftlicher Inhalte mit kleinen Abschnitten. So kannst Du Dich langsam rantasten.

 

3 kleine Aufgaben

Diese drei Aufgaben sollen Dich dazu anregen, in Deiner Disziplin Sketchnotes zu zeichnen.

  1. Notiere drei Symbole, die Dein Forschungsgebiet beschreiben.
  2. Finde für Deinen nächsten Vortrag oder Deine nächste Vorlesung drei Icons für drei Kernaussagen.
  3. Gestalte eine Folie für Deine nächste PowerPoint Präsentation mit einer Sketchnote oder einem aussagekräftigen Icon.

 

Du willst mehr über Sketchnotes lernen? Falls Du WiMi an der Bremer Uni bist, dann kannst Du dort an meinem Sketchnotes Workshop für Wissenschaftler*innen teilnehmen. Falls nicht, dann gebe ich gerne einen Workshop in Deinem Institut, an Deinem Fachbereich oder an Deiner Universität. Schreib mir einfach eine E-Mail an stil@aufganzerlinie.de .

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